Anzug betreffend Massnahmen zur Schaffung von Wohnangeboten für Studierende überwiesen

Anzug betreffend Massnahmen zur Schaffung von Wohnangeboten für Studierende überwiesen Sarah Wyss

Heute wurde Anzug Grossenbacher/Wyss 15.5248.01 grossmehrheitlich auch zur späten Stunde deutlich überwiesen. Hier mein Votum.

Die Leerstandsquote im Kanton ist nach wie vor sehr tief, kaum jemand bestreitet, dass es in Basel schwierig ist eine Wohnung zu finden – insbesondere für Personen mit schmalem Budget. Aktuell wird zwar neuer Wohnraum gebaut, aber erstens wird ein Grossteil davon erst in einigen Jahren verfügbar sein, zweitens bleibt das Angebot auch mit den heute bekannten Neubauprojekten noch sehr knapp und drittens ist neu gebauter Wohnraum meist eher teuer.

Eine Lösung ist hier, vor Bauprojekten brachliegende Liegenschaften vorübergehend zu nutzen. Bereits seit Jahren funktionieren solche Zusammenarbeiten beispielsweise zwischen der IBS und der WoVe– und zwar immer ohne jede Verzögerungen oder andere Nachteile für die Bauherrschaft. Der Kanton, resp. die IBS leistet damit bereits heute äusserst wertvolle Arbeit, aber gerade auf privaten Arealen, gibt es noch immer viel ungenutzte Wohn-und Bürofläche. Das Gleiche gilt für Flächen im Besitz des Kantons für welche Baurechtsvergaben laufen oder geplant sind. Wir bitten deshalb mit unserem Anzug die IBS, und andere Verwaltungsstellen einerseits eine aktive Vermittlungsrolle für Zwischennutzungen während der Projektierungsphase zu übernehmen und andererseits zu prüfen, ob sich solche bei der Vergabe von Baurechten, Anpassungen von Quartierplänen u.ä. als Auflagen festschreiben lassen.

Die SP-Fraktion unterstützt dieses Anliegen, da es bei der vorherrschenden Wohnungsknappheit schlicht nicht vertretbar ist, irgendwelche Potentiale zur Erschliessung von Wohnraum brachliegen zu lassen. Wir brauchen in Basel Wohnungen in allen Preissegmenten. Gerade für Studierende, die im Mittel ein Budget von 2‘000CHF haben – dass der Median erheblich niedriger liegt versteht sich von selbst – ist die Wohnungsknappheit ein grosses Problem. Der Anzug ist beinahe unbestritten, auch wenn die SVP unverständlicherweise dagegen zu sein scheint. In diesem Sinne bitte ich Sie diesen Anzug zu überweisen, besten Dank.